Fragen an Juliane Wurm, Bouldern

Das Motto der diesjährigen Kalendrina  ist „Mach was draus!“. Was machen Sie jetzt aus Ihrer Leidenschaft zum Bouldern, wo Sie Ihre Wettkampfkarriere beendet haben?
Der Spaß am Klettern wird mir glaube ich nicht so schnell verloren gehen. Ich gehe immer noch 4-5 Mal in der Woche klettern und bin jetzt häufiger am Fels unterwegs. Anfang des Jahres war ich gemeinsam mit meinem Freund in Texas in den USA am Fels bouldern, im April mit einer Freundin in Japan und im Sommer viel in Deutschland und Österreich draußen unterwegs.

Als zierliche Frau ist es manchmal  schwer sich durchzusetzen. Geht Ihnen das manchmal auch so und hat sich das durch Ihren Sport verändert?
Obwohl ich nicht so groß gewachsen (1,60m) bin, fühle ich mich eigentlich nicht klein. Ich habe in meinem Sport vieles erreicht, was mir viel Selbstvertrauen gegeben hat und mir gezeigt hat, dass, wenn ich an einer Sache richtig Spaß habe, alles erreichbar ist, egal ob ich groß oder klein und unabhängig von vielen sonstigen äußeren Umständen.

Als Wettkampfsportlerin waren Sie schon viel in der Welt unterwegs – ist Ihnen dadurch auch klar geworden, was Ihnen an Ihrem Wohnort Dortmund gefällt?
Auf jeden Fall! Ich habe viel von der Welt gesehen und für mein Alter schon viel aus dem Koffer und in Hotelzimmern gelebt und viele Länder, Städte und Kulturen kennengelernt. Auf den ganzen Reisen habe ich gelernt, wie wichtig es für mich ist, ein Zuhause zu haben, wo Familie und Freunde warten und ich mich wohlfühle und gerne bin.