Sonja Scholten und Ronja Schmölders Sitzvolleyballerinnen, TSV Bayer 04 Leverkusen und Deutsches Nationalteam

Die besonderen Sportlerinnen

 

Die beiden Sitzvolleyballerinnen spielen gemeinsam im Deutschen Nationalteam, das 2019 zum ersten Mal im Halbfinale einer Europameisterschaft war. Nun hoffen sie auf eine Teilnahme bei den Paralympics in Tokio. Beim Sitzvolleyball sind vor allem Schnelligkeit und Teamgeist gefragt. Beides haben die beiden Nationalspielerinnen zu Genüge. Hinzu kommen Ehrgeiz und Optimismus. Wir finden, dass die beiden für alle vier Eigenschaften ein Vorbild für andere sportbegeisterte Mädchen und Jungen sind.

 

Fragen an Sonja Scholten und Ronja Schmölders

Was ist das Besondere an Sitzvolleyball? Welche Eigenschaften benötigen Sie dafür?

Ronja: Beim Sitzvolleyball ist es egal, ob du eine körperliche Behinderung hast oder nicht, alle sind gleichberechtigt und wir können uns voll auspowern.

Sonja: Ein sehr gutes Reaktionsvermögen, und Gedankenschnelligkeit sind unerlässlich. Außerdem musst du Teamplayerin sein, denn allein erreichst du gar nichts.

Sie spielen zusammen im Nationalteam. Wann wird aus einer einfachen Gruppe ein Erfolgsteam?

Ronja: Es ist wichtig, dass alle im Team das gleiche Ziel haben und auch bereit sind, dafür viel zu tun. Außerdem ist der Glaube an sich selbst wichtig.

Sonja: Wir haben bei der letzten EM zum ersten Mal in der Geschichte des Damen-Sitzvolleyballs das Halbfinale erreicht. Das war nur aufgrund des grandiosen Teamgeists möglich. Alle haben an einem Strang gezogen. Das hat uns wirklich ausgezeichnet.

Worauf können Sie sich bei der anderen immer verlassen?

Sonja: Bei Ronja kann ich mich auf präzise Zuspiele verlassen. Zudem ist sie eine genauso emotionale Spielerin wie ich, mit uns ist immer Stimmung auf dem Feld.

Ronja: Sonja schafft es immer da zu sein, wenn wir einen kurzen Ball abgesprochen haben. Sie kommt immer zum Training, egal ob ein Geburtstag ist oder ob 40° C in der Halle sind. Und wenn ich selbst mal keine Lust habe, schafft sie es, mich zu motivieren.

Was raten Sie jungen Mädchen, die auch eine leistungssportliche Laufbahn einschlagen wollen?

Sonja: Glaubt an euren Traum und gebt alles dafür! Leistungssport schenkt Momente, die ihr sonst nirgendwo erleben könnt. Aber es gehört harte Arbeit und eine gute Portion Glück dazu. Es ist wichtig, einen Plan B in der Tasche zu haben und neben dem Sport einen guten Abschluss zu machen!

Ronja:  Glaubt an euch und trainiert fleißig! Aber vergesst nie eure Freunde und Familie, denn sie werden es sein, die euch aus einem möglichen Loch ziehen, falls es sportlich mal nicht 100 % läuft.